Der Idrosee

Bild zeigt den Idrosee in Italien

Charme und Stille in der norditalienischen Bergwelt

Malerische Dörfer und schattige Wälder markieren die Wege in den Voralpen Brescias. Der Idrosee in Oberitalien ist kein Riese sondern eine wahre Perle der Natur, die hier das Wasser der kleinen Flüsse staut. Der See ist gerade einmal zehn Kilometer lang und knapp zwei Kilometer breit und bietet ideale Bedingungen des Wassersports.

Auch deshalb, weil er sich im Sommer bis auf 25 Grad erwärmt. Im Gegensatz zum Gardasee ist hier vom Massentourismus bisher nur wenig zu spüren. Die Gäste genießen Sonne und See mit all‘ ihren Sinnen und lassen sich am Abend in den Restaurants von erstklassigen Köchen verwöhnen.

Zu den gastronomischen Spezialitäten der Region zählt die „Ernte“ aus den Fluten des Sees. Denn gefischt wurde dort schon immer. Wer in seinem Urlaub dort angeln möchte, sollte sich den Angelschein der Lombardei besorgen. Er kostet nur ein paar Euro, ist zwei Monate gültig und in jedem Postamt der Region zu haben. Barsch, Hecht oder Aal – das sind nur wenige der zahlreichen Fische, die den stillen und von grünen Hügeln umgebenen See bevölkern.

Fast alle Dörfer am Ufer tragen mittelalterliche Züge. Bei den Menschen, die hier leben, wird Tradition ganz groß geschrieben und ein jeder ist stolz auf die idyllische Abgeschiedenheit ihrer Heimat. Enge Gassen, mächtige Eingangstore und schöne Innenhöfe sind die Merkmale der historischen Ortskerne.

So oder so ähnlich könnte das wohl schon zu Zeiten der Römer gewesen sein, die sich einst in der Gegend von Idro, am östlichen Ufer des Sees, ansiedelten. Reste dieser rätisch-römischen Gemeinde wurden 1980 in Lemprato entdeckt. Deren Grabsäulen befinden sich in der aus dem 13. Jahrhundert stammenden schönen Kirche Santa Maria ad Undas di Pieve Vechia.

Besuchen sollte man am Idrosee auch die aus dem Mittelalter stammende Kirche San Giacomo in Ponte Caffaro, wo die Wind- und Kitesurfer zur Mittagsstunde nicht lange auf den Hotspot warten müssen und wo sich angenehme Übernachtungsquartiere und Campingplätze befinden. Aber auch Mountainbiker, Wanderer und Tennisspieler kommen hier auf ihre Kosten. Die Brücke über den Caffaro bildete übrigens bis zum Jahr 1919 die Grenze zwischen Österreich und Italien.